Sonntag, 26. März 2017

Taschenparade - ein Überblick

Heute hatte ich Lust, mal alle Taschen zusammenzustellen, die ich bis jetzt genäht habe und die noch bei mir sind, denn einige habe ich ja schon verschenkt.

Man findet hier von links nach rechts oben:

  • die Nordlicht-Märchentasche mit passendem Zusatztäschchen
  • davor das Theatertäschchen (Design inklusive Seidenkrawatte und Strickkrawatte als Henkel)
  • die naturweiße Tasche mit Häkelblüten in Beige-Türkis, dazu wieder ein Extratäschchen und ein Brillenetui (mit dieser Tasche fing die Taschenmanie letztes Jahr an, sie entstand aus einem Sweatshirt) - das passende Tuch ist von mir selbstgestrickt
  • im Henkel dieser Tasche hängt noch ein Minitäschchen für eine Dymo-Taschenlampe

In der unteren Reihe von links nach rechts:
  • die graublaue Tasche mit Krawattenverwertung im Dreieck und passendes Zusatztäschchen
  • die Tasche "Lippe trifft Valdres", die die lippische Rose und die Valdres-Scheunenrose (auf Stoff gemalt / gedruckt) darstellt
  • den dunkelblauen Schulterrucksack mit Brillenetui und Zusatztäschchen und passendem Halstuch im Ethnomuster
  • die große grau-weiße Markttasche mit Juterand, dazu Brillenetui und Extratäschchen
  • die zarte beige-weiße Tasche mit Blütenmuster und Spitzenbordüre



Und es wird fröhlich weitergehen ...
(in meinem "Taschenladen")

DENN:



EINE???



Sonntag, 19. März 2017

Eine Freundin wünscht eine Tasche

Eine Freundin, die eine meiner Taschen sah, fragte, ob ich ihr nicht auch eine nähen würde. "Welche Farben bevorzugst du denn?", fragte ich zurück. "Grau und Blau", gab sie zur Antwort.

So wühlte ich in meinem großen Stoffkorb und fand einen dunkelblauen und einen mittelgrauen Stoff und eine farblich passende Seidenkrawatte, die ich in das Design einbeziehen wollte. Da die Blüten darauf leuchtend blau sind, wählte ich als weiteren Stoff einen königsblauen BW-Stoff.

Nun der Werdegang in Bildern ...

ich legte mein "geträumtes" Design erst mal auf der Waschmaschine aus, neben der sich mein Zuschneidetisch befindet.



Die Seidenkrawatte habe ich bereits verwertet, und zwar in dem Dreieck im Mittelstreifen (Applikation) und für den Jojo-Button.

Das königsblaue Dreieck mit dem Button (als Fake auf einem Druckknopf) dient als Verschluss. Parallel zu dem Krawattendreick habe ich auf das untere Dreieck noch eines in Dunkelblau appliziert.



Die Rückseite: Das königsblaue Dreieck findet sich hier wieder:



Detailansicht des Verschlusses:



Das Tascheninnere setzt mit seiner Farbe den blauen Verschluss fort. Für Handy und Geldbörse sind zwei Innentäschchen eingenäht.



Für den festen Taschenboden habe ich Schabrackenvlies sowohl auf den Außenstoff wie auch auf das Futter aufgebügelt. So kann der Boden einiges aushalten.



Zu der Tasche gehört noch das kleine Krimskramstäschchen, auf dem ich vorne und hinten nochmal das Krawattendreieck wiederholt habe.



Auch dieses Täschchen hat eine kleine Innentasche in leuchtendem Blau.




Zum Schluss noch mein Label drauf und ...



Tadaaaaaaaaa! Fertig ist das Ensemble.


Das Tuch gehört nicht dazu, das habe ich mal für mich selbst gestrickt. Würde die Tasche mir gehören, dann würde es die Tasche ideal ergänzen.

Freitag, 17. März 2017

Anregungen braucht man immer

Des einen Leid ist des anderen Freud - nicht schön, aber wenn ein Geschäft in Insolvenz geht, müsste der Inhaber auch froh sein, wenn noch jemand kommt und die Ladenhüter kauft. So einer wie diesen hier, den ich zu einem Spottpreis erwerben konnte:


Diese Stoffgestaltungsmethode hatte ich vorher noch nie gesehen, aber für neue Anregungen zur Stoffbemalung und zum Stoffdruck bin ich immer dankbar. So musste ich ganz auf die Schnelle zuhause gleich ausprobieren, wie das geht. Super geht das!

Man nimmt sich Seiten aus Illustrierten, schön farbig bedruckt, am besten aus Hochglanzpapier. Dann braucht man noch ein BW-Läppchen und Nagellackentferner, der Aceton enthält. Man schneidet eine Form aus dem farbigen Papier aus und wischt dann mit dem getränkten Läppchen die Farbe vom ausgeschnittenen Stück Papier. Je nachdem, welche Form das Papier bekommen hat, ergibt sich auf dem Stoff die Form des Abriebs. Was ich wohl ausprobierte? Natürlich - ein Nordlicht! Wirkt doch sehr authentisch ...



Dann entdeckte ich Stoffmalstifte zum Bemalen von hellen ...



... und dunklen Stoffen:



Dieses Heft - auch schon über 10 Jahre alt, wie man sieht - vermittelt weitere Stoffgestaltungstechniken. Und Technikhinweise stehen bei mir hoch im Kurs. Die Ideen wirken etwas antiquiert, aber die brauche ich ja nicht.  Ob ich nun Stoffe für Taschen gestalte oder Homedesign, spielt ja keine Rolle.



Sonntag, 12. März 2017

Dekoratives fürs Bad

Ganz zufällig lief mir im Youtube-Channel eine Anleitung zu einer Hülle für eine Kosmetiktücherbox über den Weg. Da ich die vom Hersteller angebotenen Designs als nicht passend zu unserem Wohndesign empfand, sah ich im Nähen dieser Hülle eine willkommene Alternative. Hier der Anleitungslink. Gabriele erklärt dort genau die einzelnen Schritte, an die ich mich gehalten habe.

Allerdings mit einem Unterschied - ich habe meinen Oberstoff selbst gestaltet.

Dazu wählte ich den Spiralstempel, einen Punktestempel, den ich gekauft hatte und die Farben Blau, Gelb und Weiß zum Drucken, die ich auf meiner Glaspalette zunächst zu einem hellen Türkis vermischte.






Der Stoff war schnell bedruckt. Damit das Muster eine gewisse Regelmäßigkeit erhielt, spannte ich diagonal in gleichen Abständen ein Raster aus Zwirnfäden über die zu bedruckende Stofffläche, die ich mit Tesafilm am Rand des Stoffes (auf dem Kreppband, mit dem der Stoff fixiert war) befestigte. An dem Raster konnte ich mich beim Drucken orientieren, ohne dass es nach dem Bedrucken sichtbar gewesen wäre.

Der zu bedruckende Stoff ist ein in feinen Streifen gewebter Baumwollstoff in den Farben Hellbeige und Mittelbeige. Durch diesen Untergrund erhält das Druckdesign noch mehr Spannung.

Zwischen die Spiralen druckte ich das Punktemotiv in lockerer Anordnung so, dass die Lücken gefüllt wurden. Die unregelmäßige Regelmäßigkeit gibt dem Stoff einen fröhlichen Charakter. Die Farbe habe ich immer wieder neu angemischt, mal mit mehr Blau, mal mit mehr Gelb, so dass unterschiedliche Farbvarianten entstanden.




Der Schnitt war schnell von dem Kästchen abgenommen. Dazu kam rundherum noch 1 cm Nahtzugabe - fertig!



Für die Innen-(Wende-)Seite der Hülle wählte ich einen schlichten türkisfarbigen Baumwollstoff. Er sollte nur zur Außenseite passen, verwendet wird die Innenseite aber wohl eher nicht, da ich ja die bedruckte Seite sehen möchte.



Ich folgte Gabrieles Nähanleitung (an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank an sie!) und nach nicht allzu langer Zeit war die Hülle gebrauchsfertig.


Hier sieht man die Entsprechung zum Plissee-Rollo:




Die langen Seiten werden durch die unter der Box mit eingenähten Gummibänder zusammengehalten, so dass kein Boden gebraucht wird.


Und so sieht die Hülle von innen aus, wenn die Box fehlt:


Diese Hülle zu nähen hat so viel Spaß gemacht, dass ich sie sicher noch öfter nähen werde.

Freitag, 10. März 2017

Ein Theatertäschchen - Krawatten inklusive

Heute war ich morgens in meiner geliebten Nähstube, in der ich mich wöchentlich mit anderen Hobbynäherinnen treffe. Dort wird genäht, viel geplaudert, alles Mögliche getauscht und gegenseitig inspiriert. 

So auch heute ...

Eine von meinen Nähfreundinnen hatte von ihrer Nachbarin eine ganze Tüte voller kostbarer Krawatten bekommen. Der Mann der Nachbarin war verstorben und nun wollte diese die Krawatten wohl entsorgen. Aber meine Nähfreundin konnte sie gerade noch davon abhalten und brachte nun die Sammlung in unsere Nähstube mit. 

Sofort wurde die ganze Tüte auf einem Tisch ausgeleert. Und nun ging das Verteilen los. Mir fielen die Krawatten zu, die besonders in mein geliebtes nordisches Farbschema passen.

Noch heute begann ich, zwei der Krawatten in ein kleines Theatertäschchen einzuarbeiten.


Davon möchte ich nun erzählen:



Auf dem Foto zeige ich einen Ausschnitt meiner Traumphase. Ich legte die geöffnete Krawatte, die richtig schön seidig schimmert, neben farblich passende Stoffe.
Das Auseinandertrennen der Krawatte ging sehr leicht. Seidenkrawatten sind meistens mit weiten Stichen handgenäht. Im Grunde braucht man nur den Nähfaden einmal durchzutrennen und kann ihn dann ganz herausziehen.


Eine weitere Krawatte, ein Strickband, soll als Taschenhenkel dienen. Von Nahem sieht man die interessante Strickstruktur. Ich schneide das Band so lang wie möglich, muss es aber an der Stelle abschneiden, an der sich das Band verbreitert. Für den Tragehenkel ist sie gerade noch lang genug.




Nun stelle ich farblich passende Streifen diagonal zu einem Quadrat zusammen. Dies ist im Grunde eine Patchworkarbeit (obwohl ich Patchwork sonst nicht so als meins empfinde). Den zugeschnittenen Henkel habe ich schon mal dazugelegt.



Wieder ein Träumchen - die passende Perle für den Verschluss, die ich neulich (im Dutzend billiger) bei einem kleinen Knopf- und Perlenkrämer erworben habe.




Die Rückseite - sie verschwindet später hinter dem Futter:



Für den Verschluss habe ich eine Lasche genäht, die mit einem Druckknopf den Tascheninhalt sichert.




Unter der Verschlusslasche bringe ich mein eigenes Label an (nicht außen, da das Täschchen dafür zu klein ist) und dazu das Label der Seidenkrawatte. Hier kann man auch das schlicht dunkelblau Innenfutter sehen.



Das fertige Täschchen ,,,



... mit passendem Baumwollschal:



Es kann losgehen - wann wird das nächste Stück gespielt?

Samstag, 4. März 2017

Mein Label

Wie kann man anderen vermitteln, dass ein von einem selbst erschaffenes Objekt ein Unikat ist? Wie kann man dem Objekt seinen eigenen Stempel aufprägen? Ganz einfach:

Indem man sich ein eigenes Label kreiert. 

Der Name für das Label war ja schon erdacht, erfunden bzw. gefunden.

Aus REVONTULI (Finnisch = Nordlicht) ergab sich RÊVANT-ULI (Französisch = Träumende Uli). 

So sollte auch mein Label beschriftet werden. Zu dem Schriftzug wollte ich ein Motiv haben, das etwas mit dem Nordlicht gemeinsam hat. So konnte ich nur eine Spirale aussuchen, denn etwas Passenderes bot der Hersteller leider nicht an. Nun, ich habe ja Nordlichter schon gesehen und die bewegen sich tatsächlich manchmal spiralig am Himmel. 

Ich werde aber, wenn ich die ersten zehn bestellten Exemplare verbraucht habe, mal ausprobieren, ob ich nicht eine eigene Schöpfung hochlade und mir dieses dann auf mein Label prägen lassen.

Ich bestellte das Label bei DORTEX, einem renommierten Produzenten von Textiletiketten. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten der Etikettengestaltung.

Ich wählte Etiketten aus Kunstleder, die man an vier Ecken annähen kann. Der Hersteller bezeichnet sie so:

CORINERA - Individuell lasergravierte Etiketten in Lederoptik - Polyurethan- Kunstleder in Premiumqualität

Hier ein Beispiel für ein Etikett an einer meiner Taschen:


Kunstlederetiketten - das ist der Vorteil bei dieser Wahl - kann man in geringer Stückzahl bestellen. Dafür sind sie aber auch nicht ganz billig. Ich habe für ein solches Label ca. 2,20 € bezahlt.

P.S.:
Ich habe mich nochmal mit dem Motiv beschäftigt und aus einem echten Nordlichtfoto mit Transparentpapier, schwarzem Filzstift, Scanner und anschließender digitaler Bearbeitung ein Symbol generiert. Das nächste Label könnte dann so aussehen (man kann es direkt auf der DORTEX-Website planen):

den weißen Hintergrund wegdenken

Und so sieht mein vorheriges Label aus: